Fit für die Zukunft

Zukunftschance
Digitalisierung

Auf dem Weg zu neuen Geschäftsmodellen -
Versuch und Irrtum sind erlaubt

Aktuelles

KfW unterstützt mit Innovationsförderung die Digitalisierung des Mittelstands

Ab dem 1. Juli können Unternehmen vom „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ und „ERP-Mezzanine für Innovationen“ profitieren

Neue Geschäftsmodelle entwickeln, neue Märkte leichter erschließen: Die Digitalisierung bietet Chancen für den Mittelstand. Unternehmer sind dabei gut beraten, frühzeitig Zeit, Ideen und natürlich auch Geld in einen individuellen Digitalisierungsfahrplan zu investieren. Unternehmer und Freiberufler, die für ihren Fahrplan noch einen Zuschuss benötigen, können sich ab dem 1. Juli eine Unterstützung der KfW sichern.

Der „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ bietet zinsgünstige Finanzierungen für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben. Darunter fallen u. a. die Vernetzung der Produktionssysteme im Hinblick auf die Industrie 4.0 oder die Innovationsvorhaben für verbesserte Produkte. Die Förderung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen: Durch Garantien aus dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) bietet die KfW auch Unternehmen mit schwächerer Bonität und weniger als 500 Mitarbeitern günstige Konditionen an.

Das „ERP-Mezzanine für Innovation“-Förderprogramm beinhaltet KfW-Finanzierungspakete aus Fremd- und Nachrangkapital zur langfristigen Finanzierung marktnaher Forschung und der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen sowie ihrer wesentlichen Weiterentwicklung an.

Detaillierte Informationen und Kontaktdaten zur Innovationsförderung der KfW finden Sie Im Newsletter-Papier des BMWi.

Nachberichterstattung

Digitalisierung als Tour de France – in kleinen Schritten von Etappe zu Etappe

oder

Das eigene Geschäftsmodell hinterfragen – bevor es andere tun

„Digitalisierung – das ist nicht nur ein technisches Thema. Sie verändert die Arbeitswelt, schafft neue Ansprüche an Mitarbeiter, Produktion und ans Marketing.“ Knut Michel, Partner bei Schneider + Partner, verdeutlichte bei seiner Begrüßung zur Frühjahrsveranstaltung der Reihe “Fit für die Zukunft”, wie allumfassend die Digitalisierung die heutige Lebens- und Arbeitswelt bereits beeinflusst. Etwa 260 Mandanten und Interessierte – ein Teilnehmerrekord für die Veranstaltungsreihe – konnte der Geschäftsführer am Abend des 3. Aprils begrüßen. Diesmal ging es um die „Zukunftschance Digitalisierung“. Gemeinsam mit zwei renommierten Referenten sowie Podiumsgästen aus der Praxis machten sich die Gäste auf den „Weg zu neuen (digitalen) Geschäftsmodellen“.

Als Reisebegleiter der Zukunft auf der Spur

Kai Arne Gondlach, Zukunftsforscher der Denkfabrik 2b AHEAD, zeigte, dass die Zukunft nicht im Nebel liegt. Entwicklungen in der Lebenswelt lassen sich auf Basis heutiger Daten voraussagen. Aktuell schiebe sich „eine unsichtbare Software-Schicht zwischen Anwender und Anbieter“. Das bedeutet: Wo früher diejenigen die größte Macht hatten, die Hardware und Infrastruktur kontrollierten, treten neue Akteure mit hoher IT- und Datenverarbeitungskompetenz in bestehende Wertschöpfungsketten ein. Als Beispiele nannte Gondlach AirBnB als weltweit größten Hotelbetreiber – ohne eigene Immobilien – sowie Uber als größten Fahrdienst – ohne eigenen Fuhrpark.

Zudem ersetzen intelligente selbstlernende Maschinen und Programme immer mehr Experten-Jobs. „Bis 2030 werden ca. 50 Prozent der uns heute bekannten Berufsbilder ausgestorben sein“, nannte der Zukunftsforscher Zahlen. Und je besser diese Programme werden, umso mehr Vertrauen genießen sie bei den Kunden. In diesem Zusammenhang verändert sich auch die Kundenvorstellung von „Nähe“: „Von der physischen Nähe zu z. B. Kundenberatern und Filialen hin zu relationaler Nähe – also zu höherer Quantität und Qualität von Interaktionen, die auch gern digital erfolgen können“, erklärte Gondlach. Er machte den Teilnehmern Mut, sich mit ihren Geschäftsmodellen weg von Standard-Produkten bzw. Standard-Dienstleistungen zu bewegen. „Digitale Geschäftsansätze befördern die Individualisierung. Dadurch stirbt Standard aus. Es bleiben der Economy- und Premiumbereich.“ Laut Gondlach deutet sich auch schon die nächste Entwicklung im Bereich neuer Geschäftsmodelle an: adaptive Dienstleistungen und Produkte. „Diese sind individualisiert und in der Lage, sich nach Kauf oder Vertragsabschluss an die veränderte Situation des Kunden anzupassen.“ Sein Tipp an die Anwesenden lautete daher: „Stellen Sie Ihr Geschäftsmodell in Frage, bevor es Ihr Konkurrent tut!“

Eine ähnliche Empfehlung gab auch Dr. Mark von Kopp, Experte für Informationstechnologie und digitale Geschäftsmodelle bei SAP. Er empfahl kleine aber stetige Schritte hin zu neuen (digitalen) Geschäftsmodellen. „Unternehmer sollten regelmäßig außerhalb ihres klassischen Geschäfts schauen, was andere machen bzw. was es an neuen technischen/digitalen Möglichkeiten gibt“, so von Kopp. „Denn, wenn ich weiß, was technisch möglich ist, kann ich mir einen konkreten Anwendungsfall dafür überlegen und an ausgewählten Kunden erproben.“ Die Anschaffung teurer Software-Programme sei dabei gar nicht nötig. Als bezahlbare Beispiele für den Mittelstand nannte er Apps oder Tracking-Programme, mit denen sich z. B. Logistik bzw. Kundenbewegungen innerhalb des Sortiments nachverfolgen lassen.

In der Praxis: Mensch versus Technik

Wie dies aussehen kann bzw. wo es noch hakt, zeigte sich bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit drei Unternehmern. Nico Deutschmann, Tischlermeister und Geschäftsführer von „dieMeisterTischler“ in Wilsdruff, gehört zu den Vorreitern in seinem Beruf, wenn es darum geht, digitale Angebote in den Arbeitsalltag zu integrieren. So arbeiten er und sein Team seit drei Jahren mit einem 3D-Programm bei der Erstellung ihrer Inneneinrichtungsentwürfe. „Alle im Team können so auf die gleichen Daten zurückgreifen und der Kunde erhält ein rundes Bild vom Produkt“, nannte Deutschmann die Vorteile. Die Nachteile: Diese Technik verlangt eine gute Vorausplanung, der Kunde müsse konkrete Vorstellungen äußern. „Da sind wir manchmal drei Schritte schneller, als es unser Kunde mit seinen Planungen im Kopf schon ist. Und auch die Technik hat immer noch ihre Tücken“, so der Handwerksmeister. Dennoch sieht er in der Digitalisierung die Möglichkeiten zur Stärkung der Teamarbeit und zur Erleichterung einzelner Aufgaben – „so dass sich meine Leute wieder auf die schönen Seiten unseres Berufes konzentrieren können“.

Mit Skepsis betrachtet Dr. Jörg Dittrich, selbstständiger Dachdeckermeister und Präsident der Handwerkskammer Dresden, das Thema Big Data – also das Sammeln, Auswerten und Nutzen von (Kunden-)Daten. „Ein kleiner Betrieb mit drei bis sieben Mitarbeitern kann damit nichts anfangen“, sagte er in Richtung des SAP-Experten. Nannte dann aber doch Anwendungsbeispiele der Digitalisierung für kleine Bau-Betriebe: „Das Denken geht Richtung Kraft unterstützende Exoskelett-Anzüge oder Transport-Segways auf den Dächern, die die körperlich schwere Arbeit erleichtern.“

Dagegen nimmt für Guido Glinski, Geschäftsführer der MFT Motoren und Fahrzeugtechnik GmbH in Cunewalde, das Sammeln von Daten konkret Gestalt an. In einem Pilotprojekt sollen Maschinendaten abgegriffen und zur Prozessoptimierung herangezogen werden. „Damit erhoffen wir uns frühzeitige Erkenntnisse zu Betriebs- und Verschleißzustand der Maschine und können rechtzeitig reagieren. Gerade für uns als Automobilzulieferer mit hohem Kostendruck ist die Steigerung der Effizienz sehr wichtig“, so Glinski.

Es waren viele Anregungen, die die „Fit für die Zukunft“-Teilnehmer an diesem Abend mitnahmen. Im Anschluss beim Netzwerken wurden schon erste Gedanken gewälzt, wo es im eigenen Unternehmen Anknüpfungspunkte für das Gehörte gibt bzw. was so gar nicht in den eigenen Geschäftsalltag passt. „Genau das wollen wir mit unserer Veranstaltungsreihe bewirken“, freute sich Knut Michel. „Den Teilnehmern neuen gedanklichen und praktischen Input für ihren Unternehmensalltag und für den anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg bieten.“

SMWA-Pilotprojekt

Pilotprojekt für mehr digitale Kompetenz im Mittelstand gestartet

SMWA fördert Beratung und Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei Fragen zur Digitalisierung

Das Thema Digitalisierung ist wie ein großer Ozean: so mancher fühlt sich darin verloren und weiß nicht, in welche Richtung er die Segel setzen soll. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen fehlt im beruflichen Alltag oft die Zeit, das Knowhow bzw. auch die nötige finanzielle Rücklage, um das Thema Digitalisierung und damit einhergehend die Etablierung neuer Geschäftsmodelle anzugehen.

Für diese Unternehmen bietet das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) nun Unterstützung an. Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie „Sachsen Digital“  hat das SMWA ein „Pilotprojekt für mehr digitale Kompetenz im Mittelstand“ gestartet. Das zunächst mit

1 Million Euro ausgestatte Programm dient der Beratung und Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, die sich den Fragen der Digitalisierung stellen.

Das neue Beratungsangebot umfasst einen Check des Digitalisierungsgrades im Unternehmen, eine Analyse des Potenzials digitaler Angebote und den Aufbaus entsprechender Kompetenzen sowie der technischen Umsetzung. Ergänzend können Unternehmen das bestehende E-Business-Programm aus der Mittelstandsrichtlinie in Anspruch nehmen, wenn etwa Investitionen in Software und in die betriebliche Informationssicherheit geplant sind.

Das SMWA fördert die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen je Unternehmen mit bis zu 8.000 Euro. Anträge nimmt die Sächsische Aufbaubank entgegen. Vor der Antragstellung müssen die Unternehmen Kontakt mit der Ellipsis GmbH oder der RKW Sachsen GmbH aufnehmen. Sie führen die Qualitätssicherung bei der Beratungsförderung durch.

Detaillierte Informationen und Kontaktdaten zum Pilotprojekt für mehr digitale Kompetenz im Mittelstand finden Sie im Faktenblatt des SMWA.

Praxisbeispiel: "dieMeisterTischler"

Digitalisierung als hilfreiches Werkzeug

Tischlermeister Nico Deutschmann und sein Team sammeln digitale Erfahrungen und investieren damit in die Zukunft des Unternehmens

Die Verbindung von traditionellem Handwerk und digitaler Technik ist für Tischlermeister Nico Deutschmann (37) kein Widerspruch. Der Chef des Wilsdruffer Unternehmens „dieMeisterTischler – Deutschmann und Schöne GbR“ sieht die Digitalisierung als Werkzeug, um Produktionsprozesse in der Tischlerei und auch innerhalb eines firmenübergreifendes Bauprojektes zu beschleunigen und zu erleichtern.

Seit 2011 beschäftigen sich „dieMeisterTischler“ mit moderner Produktions- und Fertigungsplanung. So werden Modelle und Skizzen der hochwertigen Möbel und Inneneinrichtungen per 3D-System virtuell konstruiert. Das erleichtert nicht nur den Kunden die Vorstellung, wie die Möbel später bei ihnen wirken, sondern stärkt auch die Teamarbeit. „Auf die Daten können alle zugreifen, sie bearbeiten und ergänzen“, so der Handwerksmeister, der sich schon als Jugendlicher für IT und Programmierung begeistert hat.

Deutschmann und sein 25-köpfiges Team experimentieren aktuell mit dem Einsatz von Virtual-Reality-Brillen bei der Planung von „komplexen Lebensräumen“, wie er es nennt, sowie mit dem Einsatz von Scannern bei der Vermessung von Räumen. „Wir sind da noch ganz am Anfang und es gibt dabei viele Kinderkrankheiten. Häufig ist dann doch der erfahrene Fachmann der Maschine überlegen“, bekennt der Unternehmer. Doch er sieht Potenzial für das Handwerk in Verbindung mit der Digitalisierung – insbesondere beim Thema Bauplanung.

Hier liegt für ihn die Zukunft im Building Information Modeling (BIM). Ins Deutsche lässt sich der Begriff mit „Gebäudedatenmodellierung“ übersetzen. Bei der Methode werden alle Daten, Maße etc. eines Gebäudes digital erfasst. An dem digitalen Gebäudemodell erfolgt dann die Bauplanung unter Einbeziehung aller am Bau beteiligten Gewerke und Unternehmen. „Gerade bei komplexen Bauprojekten brächte eine gemeinsame Planung per BIM mehr Effizienz auf der Baustelle und dadurch Zeit- und Kostenersparnis“, ist sich Deutschmann sicher. Hier versucht er Handwerkskollegen mit ins Boot zu holen und teilt auch gern seine Erfahrungen. „Denn BIM funktioniert nur, wenn alle Gewerke daran mitwirken und den gleichen technischen Kenntnisstand dazu haben.“

Seine Erfahrungen der vergangenen Jahre haben Nico Deutschmann gezeigt, wie wichtig es ist, den Faktor Mensch beim Thema Digitalisierung und neue digitale Geschäftsmodelle nicht außer Acht zu lassen. Sei es bei Handwerkskollegen als auch bei den eigenen Mitarbeitern. „Die Herausforderung für mich als Chef besteht darin, das gesamte Team bei Veränderungen mitzunehmen und ihnen Ängste zu nehmen, dass z. B. Arbeitsplätze durch den Einzug neuer Technik wegfallen könnten. Hier muss ich immer wieder Vertrauen einwerben, dass die Neuerungen für alle Positives bringen.“ Er denkt dabei u. a. an freigewordene Zeit für die schönen – aber oftmals zeitaufwändigen und dadurch kostenintensiven – Tischlertätigkeiten wie Furnier- und Vollholzarbeiten.

Für ein kleines mittelständisches Unternehmen wie „dieMeisterTischler“ sind diese Aktivitäten in Richtung Digitalisierung eine große Kraftanstrengung – laufen sie doch neben der täglichen Arbeit. Für Nico Deutschmann sind es jedoch „lohnende Investitionen und Erfahrungen in die Zukunft des Handwerksbetriebes“.

Praxisbeispiel: MFT Motoren und Fahrzeugtechnik GmbH

Mit „Big Data“ zur Prozessoptimierung und Kostenersparnis

Bei der MFT Motoren und Fahrzeugtechnik GmbH in Cunewalde hat die Digitalisierung einen Umdenkprozess in Gang gesetzt

Als mittelständischer Industriebetrieb und Automobilzulieferer im B2B-Bereich sind bei der MFT Motoren und Fahrzeugtechnik GmbH in Cunewalde digitale Prozesse seit Jahren in die betrieblichen Abläufe integriert. Geschäftsführer Guido Glinski nennt als Beispiel Software-Programme wie ERP (= Enterprise Ressource Planning), über das Lager- und Lieferprozesse, Materialbestellung etc. in Zusammenarbeit mit den Kunden abgewickelt werden. Doch als klassischer Zulieferer, der mit Nockenwellen, Ausgleichswellen und prismatischen Bauteilen für den Automobilbereich keine exklusiven Produkte herstellt, unterliegt das Unternehmen einem starken Konkurrenz- und damit einhergehend ständigen Kostendruck. „Unser wirtschaftlicher Erfolg hängt an der Effizienz bei der Fertigung der technologisch hoch anspruchsvollen Teile“, sagt Guido Glinski.

Um die Effizienz der Maschinen und auch der Unternehmensabläufe weiter zu steigern, beschäftigen sich Guido Glinski und sein Team intensiv mit dem Thema Digitalisierung bzw. Industrie 4.0. So finde gerade, laut Glinski, ein Umdenkprozess und Kulturwandel im Unternehmen statt. Echtzeitinformationen und zustandsbezogene Prozessdatenerfassung der Maschinen rücken in den Fokus. Demnächst startet ein Pilotprojekt zur Prozessoptimierung bei der Produktion. Dazu erklärt der Firmenchef: „Gemeinsam mit einer sächsischen Firma, die auf Industrie 4.0 spezialisiert ist, werden dabei Daten zur Maschinensteuerung abgegriffen und ausgewertet. Dadurch erhalten wir konkrete Informationen zum jeweiligen Betriebs- bzw. Verschleißzustand der Maschine. Mit diesem Wissen können wir rechtzeitig reagieren, um die Maschinenausfallzeiten zu minimieren bzw. wir sparen Zeit, wenn wir nicht unnötig die Maschine zur Kontrolle anhalten müssen.“ Mit diesem Projekt geht MFT Richtung „Big Data“, also der Erfassung und Auswertung von Daten. „Aber in einem handhabbaren Maß“, betont Glinski. Denn er betrachtet das Thema „Big Data“ auch mit Blick auf seine Mitarbeiter. Sie müssen Wissen, Kompetenzen und Erfahrungsschatz aufbauen, wie sie mit den erhobenen Daten umgehen bzw. darauf reagieren sollen. „Es bringt nichts, wenn wir eine Flut von Daten haben, aber diese nicht deuten und nutzen können.“

Auf die wachsende Bedeutung der Digitalisierung für sein Unternehmen und die damit einhergehende Spezialisierung hat Guido Glinski auch bei der Personalpolitik reagiert: „Als ich vor gut vier Jahren in das Unternehmen kam, lagen die Themen IT und Personalwesen noch in Personalunion bei einem Mitarbeiter. Doch mit dem Einzug von Industrie 4.0 braucht man Experten im Unternehmen, deshalb haben wir jetzt eine eigene IT/ERP-Admin-Abteilung.“

Ein weiteres Thema treibt Guido Glinski um, bei dem er die neuen digitalen Möglichkeiten im Blick hat. Das Unternehmen soll wachsen, sich breiter aufstellen – auch international. Um mehrere Standorte über Länder- und Sprachgrenzen hinweg zu koordinieren, bedarf es einheitlicher Kommunikationsprozesse im Unternehmen. „Hier sehe ich einen wichtigen Einsatzbereich für digitale Technik und Methoden“, blickt Glinski in die Zukunft seines Unternehmens.

Vorträge + Referenten

Dr. Mark von Kopp

Dr. Mark von Kopp

SAP AG

Kai Arne Gondlach

Kai Arne Gondlach

Senior Reasearcher 2b AHEAD ThinkTank GmbH

„Die digitale Reise zu neuen Geschäftsmodellen“

Dr. Mark von Kopp ist seit über 15 Jahren in leitender Positionen als Experte für Informationstechnologie und digitale Geschäftsmodelle bei SAP tätig. Er berät Unternehmen bei der Auswertung von komplexen Datenmengen (Big Data) und entwickelt mit ihnen gemeinsam neue Geschäftsfelder. Von Kopp studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Marburg und promovierte dort mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Rechtsinformatik.

„So leben und arbeiten wir in der Zukunft“

Kai Arne Gondlach ist Zukunftsforscher im Team von 2b AHEAD, Deutschlands größter und innovativster Denkfabrik. Als solcher hat er Ereignisse im Blick, die in weiter Ferne liegen. Der Trendforscher ist einer der ersten Absolventen des Masterstudiengangs „Zukunftsforschung“ der Freien Universität Berlin. Seine Fachgebiete sind Zukunft, Trends und Soziologie.

Guido Glinski

Guido Glinski

MFT GmbH

Dr. Jörg Dittrich

Dr. Jörg Dittrich

DDM Claus Dittrich GmbH & Co. KG, Präsident der HWK Dresden

Nico Deutschmann

Nico Deutschmann

dieMeisterTischler – Deutschmann und Schöne GbR

Teilnehmer Podiumsdiskussion

Guido Glinski arbeitete nach seinem Studium der Kunststofftechnik an der FH Darmstadt zunächst im Projektmanagement und Vertrieb in der Automobilzulieferindustrie. 1996 trat er in die Geschäftsführung der EuWe Eugen Wexler de México S.A. de C.V. in Mexiko ein.  Ab 2003 übernahm er die alleinige Geschäftsführung. Seit 2012 ist er geschäftsführender Gesellschafter der MFT Motoren und Fahrzeugtechnik GmbH in Cunewalde.

Teilnehmer Podiumsdiskussion

Dr. Jörg Dittrich ist seit über dreißig Jahren erfolgreich im Dachdeckerhandwerk tätig und führt seit 1997 die Geschäfte der DDM Claus Dittrich GmbH & Co. KG. Seit 2012 leitet er außerdem als Präsident die Geschicke der sächsischen Handwerkskammer. Er ist Mitglied im Mittelstandsbeirat beim Bundeswirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied im geschäftsführenden Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und im Vorstand des Deutschen Handwerkskammertages.
Dr. Jörg Dittrich ist ausgebildeter Dachdeckermeister, Diplom-Bauingenieur (FH) und promovierter Betriebswirtschaftler.

Teilnehmer Podiumsdiskussion

Nico Deutschmann ist Tischlermeister und einer der beiden Geschäftsführer von „dieMeisterTischler“ in Wilsdruff. In der 2003 gegründeten Tischlerei werden hochwertige Möbel, Inneneinrichtungen und Außenmöblierungen gefertigt. Nico Deutschmann und sein 25-köpfiges Team kombinieren moderne Technik mit traditionellem Handwerk. Bereits als Jugendlicher hat er sich mit Programmieren beschäftigt – heute verbindet er seine Interessen Handwerk und IT im Unternehmen.

Bisherige Themen

Im Rahmen unsere „Fit für die Zukunft“-Veranstaltungsreihe finden zweimal pro Jahr Unternehmerseminare zu aktuellen Themen in Dresden statt. Externe Experten und erfolgreiche Vertreter aus der Unternehmerpraxis beleuchten und diskutieren das jeweilige Thema aus verschiedenen Blickwinkeln – mit besonderem Fokus auf den Chancen und Risiken, Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Themas für KMU.

Einen Überblick über die Veranstaltungen und Themen der vergangenen Jahre finden Sie in unserem Archiv.

Der Veranstalter