Herr Dr. Kugelberg, benötigen die Mandanten von Schneider + Partner Nachhilfe in Sachen professionellem Netzwerken?

Unsere Mandanten sind sehr interessiert an neuen Entwicklungen, die sich positiv auf den unternehmerischen Erfolg auswirken. Hierauf zielt unsere erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Fit für die Zukunft“ ab. Wir legen dabei den Fokus auf Themen, die abseits von steuerlichen und ökonomischen Aspekten einen nicht unwesentlichen Einfluss auf Unternehmen haben. Wir laden dazu immer renommierte Experten ein. Diese geben den Teilnehmern keine Nachhilfe, sondern neue Impulse.

Und professionelles Netzwerken ist so ein Thema, das sich auf den Unternehmenserfolg auswirkt?

Definitiv. Ein großer Teil des geschäftlichen Erfolges hat mit aktiver Netzwerkarbeit zu tun. Unternehmen können so ihr Image und ihre Bekanntheit heben, den Kundenkreis erweitern sowie Wissen und Erfahrungen mit anderen Unternehmern austauschen. Ein Netzwerk wirkt wie ein Vervielfältiger. Diese Bedeutung von professionellem Netzwerken wollten wir unseren Mandanten aufzeigen und sie quasi „Fit für die Zukunft“ machen.

Spielt bei Ihren Beratungen das Thema Netzwerken auch eine Rolle?

Hin und wieder. Es gab Mandanten, bei denen es wirtschaftlich nicht so gut lief oder das Geschäft stagnierte. Bei genauerem Hinsehen wurde u. a. erkennbar, dass sie nicht sehr gut im B2B-Bereich (Business to Business) vernetzt waren. Hier geben wir Berater dann auch Tipps, machen auf wichtige Branchennetzwerke aufmerksam oder bringen Unternehmer zusammen.

Andere miteinander bekannt zu machen, ist ein wichtiger Aspekt beim Netzwerken. Worauf sollte man dabei achten?

Hierbei ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. So sollte man diejenigen, die man weiterempfiehlt, gut kennen und eine Vertrauensbasis zu ihnen aufgebaut haben. Dann muss man auch bedenken, ob die jeweiligen Kontakte von ihrem Geschäftsmodell, ihrer wirtschaftlichen Situation und auch von ihrer Persönlichkeit her zueinander passen und sich auf Augenhöhe begegnen. Eine gute Empfehlung stärkt auch das eigene Ansehen und die eigene Reputation im Netzwerk, eine schlechte kann dagegen lange aufgebautes Vertrauen zerstören.

Was empfehlen Sie Unternehmern, die sich intensiver mit professionellem Netzwerken beschäftigen wollen? Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es?

Aktive Mitgliedschaften in Branchen- und Interessenverbänden sind eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und auszubauen. Aktiv im Sinne, dass ich dort Veranstaltungsangebote annehme oder mich auch persönlich in deren Arbeit einbringe. Eine weitere Möglichkeit, ein Netzwerk zu knüpfen, ist gemeinnütziges Engagement, z. B. im sozialen, sportlichen oder kulturellen Bereich. Hier muss jeder abwägen, wer die Zielgruppe für die Netzwerkarbeit ist und wo ich diese treffen kann.

Welchen Fehler sollte man beim Netzwerken vermeiden?

Dass man sich zu vielen Dingen widmet, an zu vielen Veranstaltungen teilnimmt und dann gehetzt alles nur halbherzig macht. Besser ist es, sich auf bestimmte Bereiche, die sich auch mit den eigenen Interessen decken, zu beschränken, dort zielgerichtet Kontakte zu knüpfen und diese dann nachhaltig zu pflegen. Das schafft Verbindlichkeit und Glaubwürdigkeit. Netzwerkarbeit ist immer eine Art Suchen und Finden. Man muss Geduld und Zeit mitbringen, dann zahlt es sich mittel- und vor allem langfristig aus.

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